Nachdem ich vor etwa einem Jahr zunächst das Elefantenhirn Evernote als digitalen Notizenbehälter entdeckt hatte, lief mir kurz darauf im Internet ein Eichhörnchen über den Weg: Memonic. Memonic gefiel mir als visuell orientiertem Menschen auf Anhieb besser als Evernote und weckte deshalb mein Interesse.

Damals wurde ich im Netz auf eine Computerbild Sonderaktion aufmerksam, bei der man einen lebenslangen Memonic Account für nur 3,33 Euro buchen konnte. Ich habe natürlich zugeschlagen und sodann einige Monate lang Memonic am iMac, iPhone und iPad benutzt. Primär, weil es mir optisch besser gefiel, aber auch wegen des hervorragenden und leistungsfähigen Web-Clipper Werkzeugs.

Mittlerweile bin ich aber wieder zu Evernote zurück gewechselt. Grund: So schön Memonic auch anzusehen ist, im täglichen Gebrauch gab es immer wieder kleinere und größere Probleme, die mir zunehmend auf die Nerven gingen: Mal wurde ein Foto inline angezeigt, mal nur als Attachment, mal ging ein am iPhone geschossenes Foto komplett verloren, dann wieder stürzte die App gerne sang- und klanglos ab, Tags ließen sich nur über Umwege ändern usw.

Vor ein paar Wochen haben die schweizer Entwickler nun ein neues Projekt angekündigt: Squirro. Dieses Projekt verfolgt einen anderen Ansatz als Memonic (erinnert mich in mancher Hinsicht an Springpad) und scheint mehr Profit zu versprechen. Wogegen ich grundsätzlich überhaupt nichts einzuwenden hätte; ich befürchte allerdings, dass dadurch nun die Entwicklung von Memonic nur noch mit gebremsten Schaum vorangetrieben wird.

Bei Evernote dagegen läuft alles wie es soll, nur vielleicht an der Schönheit hapert es im Vergleich. Aber die liegt eh im Auge des Betrachters. Und das Wichtigste bei einer solchen Produktivitäts-Anwendung ist, dass die Funktionalitäten stimmen. Ich hätte gerne eine europäische App unterstützt, aber nun bin ich eben wieder bei Evernote gelandet.

Was Evernote im Vergleich so einzigartig macht:

  • Spotlight-Integration! Wer am Mac die Evernote App nutzt, der kann sämtliche in Evernote abgelegten Notizen blitzschnell mit der Suchfunktion von OS X finden.
  • OCR-Texterkennung für PDFs und Bilder! Wirklich unglaublich: Selbst gestickten Text auf dem Foto eines T-Shirts erkennt Evernote und macht ihn über die Suche auffindbar.
  • Apps für alle relevanten Plattformen: Neben Apps für Mac und Windows werden auch praktisch alle mobilen Plattformen wie iOS, Android, Windows Phone, Palm, Blackberry, Web OS, Symbian bedacht.
  • Evernote ist der Marktführer. Lt. dieser Infografik (Update: leider vom Netz genommen) sind von den 13 Millionen Nutzern allein 600.000 zahlende Premium-Nutzer. Damit dürfte der Bestand des Unternehmens auch langfristig verhältnismäßig sicher sein.
  • Wenn man die Evernote App für Mac oder Windows verwendet, hat man alle Notizen zusätzlich offline gespeichert. Das perfekte Backup, mal umgekehrt! 😉

Besonders praktisch ist bei Evernote übrigens auch, dass man im Bedarfsfall einfach mal für einen Monat auf Premium upgraden kann und danach wieder auf die kostenlose Version zurückfallen kann. Das kann z.B. sinnvoll sein, wenn man einmal seine 60 MB monatliches Upload-Volumen mal überschreiten muss. Oder wenn man seinen Benutzernamen ändern möchte.

Ich selbst habe allerdings ein Premium-Jahresabo erworben. Denn ich finde, dass man die Entwickler von derart nützlicher Software auch finanziell unterstützen sollte. Ganz eigennützig auch deshalb, weil ich Evernote für längere Zeit nutzen möchte, also sollte das Unternehmen auch auf einem soliden Fundament stehen.


Ein paar Vergleiche und ausführliche Besprechungen der beiden Kontrahenten habe ich hier gefunden:

Oder auch einfach googeln nach „Evernote vs Memonic“.

Weitere interessante Beiträge finden sich hier:
 
Zu Evernote:

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